Porzellangallenblase - Kalkgalle

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Eine Porzellangallenblase entsteht, wenn die Gallenblase über Jahre hinweg chronisch entzündet ist. Sie ist also eine Folgeerkrankung der chronischen Gallenblasenentzündung (siehe Seite 32).

Durch die langjährigen Entzündungen kommt es zu narbigen Verwachsungen der Gallenblase. Man spricht auch von fibrösen Bindegewebsfasern. In diese Bindegewebsfasern wird Kalk eingelagert. Daher spricht man auch von einer Kalkgallenblase.

Durch den eingelagerten Kalk wird die Gallenblase weißlich und hart. Sie sieht nicht nur aus wie Porzellan, sie fühlt sich auch so an.

Die Kalkeinlagerungen sorgen auch dafür, dass man die Porzellangallenblase im Röntgenbild sehen kann.

Eine so verhärtete Gallenblase kann sich nicht mehr ausdehnen und zusammenziehen. Ihre Funktion ist daher stark eingeschränkt.

Die Symptome bei einer Porzellangallenblase sind nicht sehr schwerwiegend. Sie entsprechen in etwa den Beschwerden bei einer chronischen Gallenblasenentzündung.

Doch eine Porzellangallenblase verwandelt sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in einen Gallenblasenkrebs (siehe Seite 39).

Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer Porzellangallenblase ein Krebs wird, liegt zwischen 20% und 60%.

Daher spricht man bei einer Porzellangallenblase auch von einer Präkanzerose, das ist eine Krebsvorstufe.

Damit sich kein Gallenblasenkrebs entwickelt, wird eine Porzellangallenblase meistens operativ entfernt.



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