Abnehmen bei Gallensteinen

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Viele Menschen, die unter Gallensteinen leiden, sind außerdem übergewichtig.

Diesen Menschen wird vom Arzt empfohlen abzunehmen. Der Grund dafür ist, dass das Wachstum von Gallensteinen mit zunehmendem Körpergewicht stärker wird. Das hängt wahrscheinlich unter anderem mit dem unausgeglichenen Cholesterin-Stoffwechsel zusammen, der bei Übergewicht sehr häufig ist.

Abnehmen ist also sinnvoll, doch insbesondere bei Gallensteinen gilt, was eigentlich für alle Übergewichtigen gelten sollte:

 


Lassen Sie sich beim Abnehmen Zeit!

 

Schnelles Abnehmen hat eine Menge Nachteile.

Für Gallensteinpatienten ist besonders gefährlich, dass bei schneller Gewichtsabnahme durch den Fettabbau in den Zellen vermehrt Cholesterin freigesetzt wird. Mit dieser Cholesterin-Schwemme kommen Leber und Galle oft nicht klar.

Außerdem ist schnelles Abnehmen meistens mit einer strengen Diät verbunden. Bei einer strengen Diät wird jedoch kaum Gallensaft zur Verdauung benötigt. Der Gallensaft in der Gallenblase wird also immer weiter eingedickt, bis das Steinwachstum nahezu unausweichlich ist.

Schnelles Abnehmen fördert also die Entstehung und das Wachstum von Gallensteinen. Auch Koliken können durch schnelles Abnehmen ausgelöst werden.

Keine strengen Diäten und kein Fasten

Die meisten Diäten sind für Gallenstein-Patienten ungeeignet.

Bei diesen Diäten wird nämlich auf eine möglichst schnelle Gewichtsabnahme hingearbeitet. Das liegt nicht zuletzt an den Wünschen der Abnehmwilligen, die wenig Geduld mitbringen und schnell abnehmen wollen.

Für alle Menschen ist ein schnelle Gewichtsabnahme ungeeignet, um dauerhaft schlank zu bleiben. Denn durch den schnellen Gewichtsverlust wird der Stoffwechsel so weit herunter geregelt, dass man nach der Diät sehr schnell wieder zunimmt. Das nennt man den Jojo-Effekt.

Bei der schnellen Gewichtsabnahme bleibt auch meistens leere, schlaffe Haut zurück. Die Haut und das Bindegewebe brauchen nämlich Zeit, um zu schrumpfen, wenn man abnimmt.

Doch für Gallenpatienten gibt es, wie schon erwähnt, noch einen viel schwerwiegenderen Grund, strenge Diäten zu meiden: die Gallensteine wachsen bei strengen Diäten und Fasten.

Ernährungstipps zum Abnehmen bei Gallensteinen

Hier einige Tipps zur Abnehmernährung bei Gallensteinen:

·         Lassen Sie die Finger von Diäten.

·         Stellen Sie Ihre Ernährung dauerhaft um.

·         Nehmen Sie langsam ab.

·         Reduzieren Sie die Menge der verzehrten Kohlenhydrate, z.B. Brot, Nudeln, Süßigkeiten.

·         Reduzieren Sie die Menge des verzehrten Fettes, z.B. fette Wurst, fetter Käse, fette Saucen, fettes Fleisch.

·         Essen Sie soviel fettarme Milchprodukte wie Sie wollen.

·         Essen Sie fettarmes Fleisch.

·         Essen Sie viel Obst.

·         Essen Sie oft Grapefruits oder Pomelos, wenn Ihnen das schmeckt. Dadurch wird die Verdauung und die Galletätigkeit angeregt.

·         Essen Sie viel Gemüse und Salat.

·         Essen Sie oft Endivien-Salat, Chicoree oder Radicchio, wenn Ihnen das schmeckt. Dadurch werden Verdauung und Galletätigkeit angeregt.

·         Trinken Sie reichlich Wasser.

·         Vermeiden Sie kalorienreiche Getränke, z.B. Softdrinks, Säfte oder alkoholische Getränke.

·         Essen Sie morgens gleich nach dem Aufstehen ein Frühstück, gerne mit reichlich Kohlenhydraten.

·         Essen Sie abends kohlenhydratarm. Dann kann der Körper nachts besser das Fett abbauen.

·         Essen Sie, wenn Sie hungrig sind, aber langsam.

·         Essen Sie nicht, wenn Sie nur Appetit haben.

·         Essen Sie sich bei jeder Mahlzeit satt.

·         Hören Sie auf zu essen, sobald Sie satt sind.

Bewegung

Körperliche Bewegung ist das zweite Standbein beim Abnehmen.

Bewegung macht nicht nur schlank, sondern verbessert auch das Wohlbefinden und die Gesundheit.

Für den Muskelaufbau ist Krafttraining sehr sinnvoll. Gut ausgebildete Muskeln helfen nämlich sehr gut beim Abnehmen. Muskeln verbrauchen nicht nur Nahrungsenergie, wenn man sich bewegt, sondern auch wenn man still sitzt oder liegt. Je mehr Muskeln man hat, desto leichter kann man abnehmen. Beim Krafttraining verbraucht man selbstverständlich auch Kalorien.

Für Krafttraining braucht man nicht unbedingt ins Fitnessstudio gehen, obwohl es dort sehr gut funktioniert. Man kann auch zu Hause mit einem Thera-Band, kleinen Hanteln und gezielten Kraftübungen die Muskeln stärken.

Für den Kalorienverbrauch, und um das Herz-Kreislaufsystem zu stärken, eignen sich Ausdauersportarten, z.B. Radfahren, Walken oder Schwimmen. Bei Ausdauersportarten sollte man die richtige Intensität für die persönliche Fitness herausfinden.

Zu lasches Training kostet viel Zeit und verbraucht aber nur wenig Kalorien. Wenn man sich dann für eine kleine, wenig anstrengende Sporteinheit mit reichliche Leckereien belohnt, nimmt man durch den Sport manchmal sogar zu anstatt abzunehmen.

Zu anstrengendes Training ist auch nicht empfehlenswert, weil man zu schnell erschöpft ist. Auch ist der Hunger nach extrem anstrengendem Training oft genauso extrem, sodass man anschließend große Mengen vertilgt. Auch hier kann es zu einer Gewichtszunahme kommen, wenn man nach dem Training mehr isst, als man verbraucht hat.

Günstig ist also maßvolle Anstrengung, bei der man durchaus ins Schwitzen kommen sollte. Man sollte anschließend jedoch nicht so ausgehungert sein, dass man den ganzen Kühlschrank aufessen möchte. Eine ordentliche Stärkung nach dem Sport ist durchaus sinnvoll, aber sie sollte in einem vernünftigen Verhältnis zum Kalorienverbrauch stehen.

Am besten trainiert man drei bis fünf Mal in der Woche mindestens eine Stunde.

Das fördert nachweislich die Gesundheit des ganzen Körpers und hilft beim Abnehmen.



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